Endlich ein Blog!

Hallo meine Lieben!

 

Ich bin so wahnsinnig stolz auf mich, dass ich endlich verstanden habe, wie Blog funktioniert. Womöglich ist es jetzt für alle BesucherInnen noch einfacher und vorallem besser in meinem Blog zu lesen. Der andere war (ist) schön lang, da will ich Euch nicht unnötig mit ewiger Scrollerei nerven ;). Neue Nachrichten kann ich auf diese Weise viel aktueller übermitteln und man hat auch irgendwie das Gefühl, dass die Seite auflebt!

 

Bin auch im Layout wieder "back to the roots" gegangen. Grün überzeugt mich mitunter am meisten, blau ist auch gut, genauso wie Pastelltöne... aber grün ist am schönsten. Wem das Layout immernoch nicht zusagen sollte, dann schreit! Die Kommentarliste ist für alle offen ^.^<3!

 

Außerdem wollte ich mich für Eure herzlichen Worte bedanken, das hat mich wieder ein Stück aufgebaut (danke Ricci :)!). Wohne momentan bei meinem Freund und seiner Mutter. Es ist auch okay, aber nicht perfekt. Habe Heimweh, aber nicht nach Dad sondern nach meinen alten Gewohnheiten und meinem Bett.

 

Ich bin traurig. Aber vielleicht schaffe ich einen besseren Neuanfang.

 

lG.

 

(Für alle, die die Vorgeschichte noch nicht kennen:)

 

24.06.2010

"Nicht abgehauen, aber auch nicht mehr da."

 

Ich habe mich das erste Mal im Leben dazu überwunden, andere Wege einzuschlagen. Ich bin von "zuhause" weggegangen.

 

***

 

Angefangen hat mal wieder alles mit Banalitäten. Es nervt mich schon selbst, ständig davon zu erzählen. Das lässt wohl darauf schließen, dass es in unserer Wohnung immer beschissener zugeht. Ich dachte wirklich, dass sich mit 18 Jahren die Wogen glätten und ich als vollwertiges Familienmitglied angesehen werde. Aber wie immer habe ich mich getäuscht. Heute bin ich fast 21 und das Leben ist beschissener denn je.

 

Ich bin abgehauen, weil mich die Zustände im Haus nur noch genervt haben, seit Mama in Polen ist. Sie hat sehr viel zu tun, bekommt nichts von dem mit, was sich zuhaus abspielt. Uns fehlt einfach der Ruhepol, eine Person, die alles ins Gleichgewicht bringt.

Nun sieht die Situation so aus: Papa lässt die bestimmerische Macho-Rolle heraushängen, alle müssen sich nach seinen Bitten (nennt es "Anweisungen") richten, werden diese nicht erfüllt, rastet er aus und handelt widerwillig und trotzig. J. und Dad gehen ihren Erfüllungen nach, während ich momentan meinen 400€ Job erledige und ich mich um meine zuküftigen Pläne (Ausbildung, Praktika oder Studium) kümmere.

Ich muss zugeben, dass mir das alles nicht leicht fällt, da mein momentaner Zustand eher auf Ablehnung stößt. Als "ziellos" werde ich gehandelt. Dad behält sich vor, mich wie einen Hund zu behandeln, weil ich für ihn ein Mensch ohne Wert bin. Ich darf keine "Widerworte" geben (im Grunde darf ich eigentlich garnichts sagen - das hat nichts mit Widerworten zu tun), weil er mir sonst mit Schlägen droht oder mich aus dem Haus zu schmeissen.

 

Jetzt habe ich nach dem Debakel von vorgestern die Zügel einfach selbst in die Hand genommen. 

Es ging um eine Bratpfanne (auf dem das Rest-Essen vom Vortag war, welches er nur zur Arbeit in ein anderes Gefäß umfüllen brauchte) und einen Steintopf (den ich entleert habe, weil eine vergammelte Zwiebel drin war), die beide in der Spüle zum Abwasch lagen. Da "bat" er mich diese Utensilien sauber zu machen. 

Auf der einen Seite war ich genervt, weil ich die Wochen zuvor immer gekocht habe, sein Essen aber auf "Wunsch" nochmal umpacken musste, weil er sich aufgrund der WM dafür zu schade war. Auf der anderen Seite verstand ich nicht, wieso die Hausarbeit immer so selbstverständlich an mir hängen bleiben musste?

Dad's Top-Argument: "J. muss zur Schule und ich habe als einziger Verdiener meinen Job zu erfüllen!", deswegen durfte ich immer den Besen schwingen. Oft habe ich nichts gesagt, weil es mir nichts ausgemacht hat, aber zu sehen, dass ich dafür rein garnichts zurückbekomme (außer Brot, Wasser und ein Bett) und auf meine Bitten etwas im Haushalt zu tun nur ein "Nein, ich bin beschäftigt", "Nein, ich muss arbeiten!" oder "Nö, ich habe keinen Bock. Ich mach das nicht!" sowohl von J. als auch Dad zu ernten, das hat mich innerlich verletzt und wütend gemacht.

 

Ich habe es wirklich nicht leicht. Auch wenn J. trotz Widerworte sich am Haushalt beteiligt hat, konnte ich nicht verstehen, wieso ich immer darum bitten musste, und ich für das "Nichterfüllen des Abwaschens" (wundervoller Nominalstil - Achtung: Ironie!!!) an diesem Tag büßen sollte.

 

Dad schrieb mir eine SMS, als ich auf Arbeit war (übersetzt):

 

"Als ich aus dem Haus ging, habe ich dich einige Male darum gebeten, das Geschirr zu waschen (eine Pfanne und den Topf von den Zwiebeln). Ich empfinde deine Ignoranz als skandalös!"

 

Ich hingegen habe mich gefragt, woher er die verdammte Energie nimmt, und was er sich dabei dachte, mir so eine SMS zu schreiben. Allein seine Wortwahl ist so durchdacht, dass einem nichts übrig bleibt, als den Kopf zu schütteln.

 

Irgendwann kam ich zuhause an. Er fragte: "J. bist du das?" (Er fragt grundsätzlich immer nur nach meiner Schwester, danach komme ich). Ich sagte "nein", dann kam er runter und fragte mich, ob ich seine SMS gelesen habe. Ja, hatte ich, und als er dann wissen wollte, was ich dazu zu sagen habe, meinte ich "garnichts. Ich habe dazu nichts zu sagen. Aber erklär mir mal, wieso du solche SMSen an mich schreibst?". 

Er hat sich aufgeregt. Wiederholte das, was schon in der SMS stand.

"Hast du die Sachen gewaschen?", fragte ich. Hatte er - aus Trotz. Als ob ihm davon die Krone vom Kopf gefallen wäre - "Danke.", entgegnete ich.

 

Der Streit nahm seinen Lauf. Er konnte nicht aufhören mich zu bepöbeln, mir vorzuwerfen, wie ignorant ich sei. Dass ich das Geschirr auch nach der Arbeit hätte waschen können, davon wollte er nichts hören. Er überbrüllte mich einfach. Auf jedes Wort, was ich sagen wollte (ich war noch ruhig, auch wenn ich mich zutiefst verletzt und ärgerlich fühlte!!!) kam nur "HALT - DEINE FRESSE! Hast du gehört?! Du sollst dein dreckiges Maul halten, habe ich gesagt! WAG - es nicht, mir irgendwelche Widerworte zu geben, sonst...!!!". Ich wusste, er würde mich schlagen. Dann sagte ich gelassen "Ich gehe. Ich habe die Schnauze voll. So redet man mit einem Menschen nicht.".

Was darauf folgte war ein "GEH DOCH! VERSUCH ES! VERSUCH AUCH NUR EINEN SCHRITT ÜBER MEINE TÜRSCHWELLE ZU SETZEN!!! DIE TÜR IST DANACH FÜR DICH FÜR IMMER GESCHLOSSEN!!!"

 

Dieser Satz hat mich beunruhigt. Ich hätte alle meine Sachen in diesen Minuten nicht mitnehmen können. In meinem Kopf war alles wirr. Ich war so dermaßen verwirrt, dass ich ihm nur noch hinterherrief "Ich arbeite auch! Nicht nur DU und J.! Ich tu auch was für meine Zukunft, und du denkst, ich hätte es leichter..!" - Ich war verletzt. Er sagte nur "Pack deine Sachen und verschwinde! Du kotzt mich an!!!".

In mir brodelte es. Er knallte die Tür zu. Wieso musste ich mir immer sowas geben lassen?! Wieso musste ich alles immer stillschweigend entgegennehmen?! Nur weil er mir den Mund verboten hat?!? Er hat kein Recht mich so zu behandeln wurde mir bewusst. Und deswegen schrie ich ihm aus aller Leibeskraft nach "LECK MICH AM ARSCH!!!"

Bestimmt habe ich das gesamte Haus zusammengeschrien, so hysterisch wurde ich.

 

Bin anschließend ins Badezimmer gegangen, um mich zu beruhigen. Wollte mir die Hände waschen, dann ist er mir aufgelauert. Ich habe gehört, wie er die Treppen runterging...

Er packte mich im Nacken, schlug mir in mein Gesicht. Ich versuchte mich zu schützen, doch er schlug die ganze Zeit meine linke Gesichtshälfte. "SO - WIRST - DU - UNTER - MEINEM - DACH - NICHT - MIT - MIR - SPRECHEN!!! DU DÄMLICHE FOTZE!!! HAST DU MICH VERSTANDEN?! PACK - DEINE - SACHEN!!! SOFORT!".

 

Die Schläge versetzten mich in Angst. Ich war so furchtbar schockiert. Ich konnte nicht schreien. Konnte mich nicht wehren. Meine Angst hat mich aufgefressen. Zu allem Unglück (und das ist mir wahnsinnig peinlich, aber ich muss es schreiben, um wieder einen klaren Gedanken zu fassen), merkte ich nur wie meine Hose nass wurde. Mein Parasympatisches Nervensystem hat mir einen Streich gespielt. Ich werde dazu nichts mehr sagen...

Dann habe ich ihn nicht mehr gehört. Ich zog meine Hose vor ihm aus, zeigte ihm die nasse Stelle. "Siehst du das?", fragte ich ihn. "Ich habe gefragt, siehst du das?!". Er war schockiert. Ich musste am ganzen Leib wie Espenlaub zittern. 

 

"DAS IST DEIN WERK!!! WEIL ICH SO EINE HEIDEN ANGST VOR DIR HABE, MUSSTE ICH MIR IN DIE HOSEN MACHEN!!!".

 

Dann weinte ich. Ließ alles aus mir heraus. Peinlichkeit, Schmerz und Wut überfiel mich. "Was bist du für ein Vater? Du bist ein Tyrann ohne Scham! Du bist kein Vater! Du bist ein narzisstischer Psychopath!".

Kurz darauf fügte er hinzu, ich solle meine "bepissten Hosen" mitnehmen, wenn ich gehe.

 

***

 

Jetzt bin ich erstmal bei A. untergekommen. Die nächsten Tage werden sicherlich schwierig, weil ich noch vieles in Puncto Finanzen und Umzug klären muss. Vieles ist noch zuhaus. Das verunsichert mich. Zudem ist mein Charms-Armband irgendwie verloren gegangen, was mich noch zusätzlich runterzieht. Ich bin traurig, dass ich gerade nich klarkomme, und bei anderen Menschen leben muss. Ich fühle mich so unwohl, dass ich mich selbst als "Fehl am Platz" empfinde.

 

lG.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    jellybean (Freitag, 25 Juni 2010 09:33)

    Ach sooo.... der Blog ist AUF der Seite, ich dacht immer, das wär bei jimdo dann wie so ne Ferienwohnung, auf ner anderen Adresse... D: Das ist ja besser, mit der Kommentarfunktion und so... D:
    Tapete find ich schön, nur der Vogel ist iwie scary...

    Mach dir keine Sorgen, es gibt immer Möglichkeiten und wir finden sie ;)
    *hug*³