Der Master-Plan.

Hallöchen!

 

Das Treffen mit meinem Vater war doch garnicht so schlimm, wie ich anfangs gedacht habe. Zuerst kam ich mit einem riesigen Herzbubbern bei Corfu an, bevor er sich ca. 4 Minuten verspätet hat. Meine Sorgen waren groß. Würde er mir zuhören? Was sollte ich sagen, ohne dass er mich verbal auseinandernimmt? All dem war nicht so. Zuerst habe ich von allen unterschiedliche Ratschläge bekommen "Sag dies, und das besser nicht", "Stell dich ein wenig zurück und notfalls etwas dumm, damit er keine Angriffsfläche hat", "Geh, wenn du merkst, dass er nicht mit sich reden lässt..." etc. pp.

Ich habe auch stark überlegt, ihm von meinen Ängsten und Gefühlen zu erzählen, wieso die Dinge sich so ergeben haben... Aber das Gespräch verlief anders. Erst begrüßte er mich mit einem Lächeln, dann mit einer Umarmung. Er war wie ausgewechselt, und meine Angst wie unbegründet (ich werde trotzdem nicht vergessen, was passiert ist...). Dann habe ich ihm von meinen Plänen für die Zukunft erzählt, von meinen Plänen auszuziehen, Finanzen etc. Und da hat er mir ein unfassbares Angebot gemacht - dazu gleich mehr.

 

Ihr müsst wissen, dass es wahnsinnig schwer ist, in Hamburg eine gute und günstige Wohnung zu bekommen. Angefangen von kosmischen Kautionen und Courtagepreisen, bis hin zu kleinen dunklen oder verwahrlosten Wohnungen, die ihr Geld definitiv nicht wert sind. Da ist es wirklich schwer, etwas ordentliches zu finden. Desweiteren sollten die Wohnungen nicht weit von einer günstigen Bus- und Bahnverbindung liegen.

Und dann kam Dad: "Mutter und ich möchten demnächst in ein Eigenheim ziehen, da bliebe unsere alte Wohnung frei. Wie wäre es für dich, diese dann zu übernehmen?". In der ersten Sekunde dachte ich, dass ich nicht von deren Hilfe abhängig sein möchte, doch dann überzeugte mich der Gedanke 'Hey, das ist eine große Wohnung, mit einem alten Mietvertrag! Knapp 550€ Warmmiete monatlich für fast 80 Quadratmeter inklusive 3,5 Zimmer! Für zwei Personen! Absolut bezahlbar!'.

Würde ich mit meinem Freund zusammenziehen, dann wäre das purer Luxus! Einziger Minuspunkt: Man müsste ein wenig am Haus arbeiten (den durch schlechte Isolation bedingten Schimmel im Eingangsbereich entfernen und neu Isolieren) und Mom und Dad würden erst in einem Jahr, spätestens in zwei Jahren ausziehen. Aber das ist okay. In dieser Zeit gewährt mir Alex ein wenig Wohnraum, und wenn es heikel werden sollte, könnte ich immer noch zu Oma. Hauptsache nicht nach Haus.

 

***

 

Werde heute so oder so nochmal nach Hause gehen müssen, um meine Exmatrikulationsbescheinigung inkl. weiterer Kleinigkeiten abzuholen. Habe so wahnsinnig Schiss, nirgendswo zum Studium angenommen zu werden, und eine Ausbildung kommt für mich nach wie vor nicht in Frage. Praktika ist okay, dann könnte ich mich nächstes Jahr für Kosmetikwissenschaften auf LA an berufsbildenden Schulen bewerben. Aber dafür müssen auch noch neue Bewerbungen her... aaaaarrgh!!! xD Hoffentlich schaffe ich alles noch rechtzeitig zu managen.

 

Wünsche Euch allen noch einen angenehmen Sonntag :)

 

Eure Billie.

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