Meine "Geschichte".

Ich würde das hier alles gerne kurz halten. Ich selbst lese mir oftmals die Geschichten anderer nicht durch, weil sie mir zu einfach sind. Weil sie so zugeschnitten sind, wie alle es am liebsten hören wollen würden. Ich sag nur folgendes:

 

Eine ES hat man nicht von heute auf morgen, man kann sie nicht leben, man kann sich nicht für sie freuen, manchmal kommt sie, manchmal geht sie, aber sie verschwindet nicht - und vor allem nie ohne Grund. ES zu haben bedeutet, sich von sich selbst zu distanzieren. Sich selbst nicht zu kennen und dennoch so vorzugeben, als wüsste man alles.

 

Ich kenne mich auch heute noch immer nicht, ich weiß nicht was ich will, ich weiß nicht was ich soll und irgendwie ist das alles sehr, sehr kindlich.

 

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Nach außen bin ich die reife, erwachsene und zurückhaltende. Innen hingegen, besteht nur ein kleines Mädchen, die Angst vor der Außenwelt hat. Angst vor den Menschen im Alltag, der drohenden Ablehnung und dem ständigen Anpassen an die Umwelt.

 

Ich bin 1989 geboren. Meine Erinnerungen bestehen seit meinem 5. Lebensjahr aus Freude, gefolgt von Leid, Kummer, ständiger Angst, Lügen, Verstellung, Gefangenheit, Demütigung und Chaos.

 

Einem Vater, einer Mutter, einer jüngeren Schwester.

 

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Es war Ihnen peinlich, wenn ich in Gesellschaft mehr aß, als es für ein Kind üblich war, dass mich meine Großeltern mit Süßkram aufgezogen haben, dass ich, wie sie sagen, "anders"... war (?).

 

Hänseleien habe ich schon im frühen Kindesalter erfahren und tapfer weggesteckt (runtergeschluckt). Ich wusste nicht, was es bedeutet sich zu ändern. Diäten fingen früh an und wurden mir regelrecht aufgezwungen. Mein Dad hat mich mit dem Rad Abends in der Dämmerung durch den Park gejagt. Alles nur um wieder zu- und abzunehmen.

 

Mein Leben kannte keinen anderen Inhalt.

 

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Ich war 16 / 17 Jahre alt, als es vollkommen durchschlug. Ein plötzlicher Geistesblitz, eine drastische Abnahme, gefolgt von Anerkennung.

Das war es: Etwas was ich nie hatte, war plötzlich da.

 

Ich hatte Erfolg auf ganzer Linie, weil mich mein neues Selbstbewusstsein so bestärkt hat.

 

Aber wie es gewonnen wurde, so ist es auch zerronnen. Auf meinen Kummer folgte eine erneute Zunahme. Ups and Downs... ich scheine mich verloren zu haben. Bis heute.